Die Lagerhaltung


Obwohl ich meine Ausbildung im Beruf absolviere, musste ich Rahmen des Ausbildungsprogrammes
auch 2 Wochen in die Lagerhaltung.
Oh ja, ein zierliches Mädel im Lager! Das kann ja was werden. Aber gut, da muss
man durch und vielleicht ist es ja auch gar nicht mal so schlecht, wenn ich aus dem Büro
komme, dachte ich mir.

Mein erster Tag in der Lagerhaltung verlief eigentlich ganz angenehm. Die Arbeiter
waren nett und teilweise sogar sehr gut aussehend ;) Mir wurde gezeigt, wie so ein Lager
aufgebaut ist, welche groben Abläufe es gibt, wo die Waren gelagert werden, welche Regalarten
es gibt (vom Fachbodenregal bis zum Kragarmregal, unglaublich, das es da soviele unterschiede gibt)
Außerdem muss ich gleich mitanpacken. Da kennen die gar nix, egal ob Mann oder Frau,
ob alt oder jung. Wir mussten Waren kommissionieren und anschließend fachgerecht verpacken.
Ich hätte nie gedacht, dass es so aufwendig sein kann, eine einfache Kiste zu verpacken.
Was da alles beachtet werden muss. Erst muss die Pickliste gegriffen werden, dann müssen
die waren im Lager gesucht werden, es muss abgehakt weren, es wird eine Warenausgangskontrolle
gemacht und so weiter, und so weiter.

Im großen und ganzen war der erste Tag recht interessant, auch wenn es ungewohnt für mich
war, den ganzen Tag auf den Beinen zu sein. Ich habe schon etwas neidisch aus dem Lager
in die Büros geguckt, wo die Lagerverwaltung gemütlich an ihren Computern sitzt, Kaffee
trinken und einen Plausch halten.

Was ganz interessant war, mitzukommen, was für eine Spannung zwischen den gewerblichen Angestellten,
also den Lagerarbeiten, und den Angestellen im Büro herrscht. Das sind wirklich
zwei Welten. Für die Lagerarbeiter sind die Leute aus dem "Teppichland" natürlich nciht wirklich
ernstzunehmen.

Naja, die nächsten Tage waren dann irgendwie weniger spannend. Nach wenigen Tagen wird
alles in der Lagerhaltung schon zu Routine. Hier ein Karton, da ein Fachbodenregal, da ein
Packtisch. Die Arbeitsabläufe sind immer die selben. Und das schlimmste ist. Man muss
seinen Kopf überhaupt nicht anstrengen. Gar nicht. Manchmal kann das ja ganz angenehm -
aber den ganzen Tag über durch das Lagerräume wie eine Maschine zu läufen, die Gedanken
irgendwo anders, kann schon auf Dauer sehr nervig sein.
BIn froh, dass es nur ein abgrenzer Zeitraum war.
Tut mir irgendwie leid für die Leute, die der Lagerhaltung ihr ganzes Leben aushalten müssen.
Aber ich hatte das Gefühl, dass es manchen auch gefällt, ihren Kopf 8 Stunden lang
auf Durchzug zu stellen, keine Verantwortung tragen zu müssen und immer pünkltich schluss
zu haben. Klar, hat alles seine Vorteile und Nachteile.


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